In der Innerschweiz ist er seit über 200 Jahren zuhause: der Büchel, eine Art Naturtrompete aus Holz. Im Muotatal und andernorts wird er gerne anstelle des Alphorns gespielt.
Charakteristisch ist der helle Klang des Büchels, der sich wunderbar mit dem Naturjodel verbindet. Wie das Alphorn ist er auf die Naturtöne beschränkt, die ja teilweise erheblich von der uns sonst gewohnten temperierten Stimmung abweichen.
Aus Fichtenholz mit Birkenrinde
Hergestellt werden Büchel oft aus Fichtenholz. Die drei Rohre und zwei «Ränke» werden aus Halbschalen zusammengesetzt und müssen danach umwickelt werden, um dicht zu sein (ein undichtes Instrument klingt sehr schlecht). Traditionell geschieht dies mit Birkenrinde.
Der abgebildete Büchel ist im Klingenden Museum Bern zu sehen, in der Ausstellung «Das Alphorn und seine Wurzeln». Hier sind u.a. auch das sogenannte Unspunnenhorn, das wohl vor genau 200 Jahren hergestellt worden ist, sowie ein 1843 datiertes Alphorn ausgestellt.
Foto: André Roulier