«Das EMF muss man leben»

Emile Sanglard mit Taktstock
Emile Sanglard sagt, dass das Eidgenössische Musikfest wichtig für das Repertoire eines Vereins ist.

Beitragsbild: Tagada Studio

Wie beurteilt ein Dirigent das Eidgenössische Musikfest? Emile Sanglard wird in Biel die Société de musique Alle dirigieren und in der Fanfare L’Ancienne de Cornol spielen. Ein Gespräch über Wettbewerbe, Teststücke und künftige Austragungsorte.

Was bedeutet das Eidgenössische Musikfest für Sie persönlich?

Für mich ist das ein Rendez-vous, das nicht verpasst werden darf. Es ist wichtig für die Vereine.

Was bedeutet Biel 2026 für Sie?

Ich freue mich sehr, wir werden ein Fest haben. Mein erstes «Eidgenössisches» war St. Gallen – ich erinnere mich gut an den generationenübergreifenden Anlass. Mir persönlich gibt es die Möglichkeit, als Dirigent über die Strategie nachzudenken, wie man die eigene Musikgesellschaft am besten für einen solchen Anlass vorbereitet.

Was macht den Reiz eines Wettbewerbs aus?

Die Vereine bereiten sich intensiv vor und kommen dadurch voran. Das ist für sie eine wichtige Phase. Sie machen Fortschritte und werden offensichtlich gestärkt.

Und als Dirigent?

Die grösste Herausforderung ist das Aufgabenstück. Es geht darum, ein unbekanntes Werk rasch zu erarbeiten, Teile davon zu arrangieren und damit für den Verein leichter zu machen. Dann kann man effizient proben. Es ist auch spannend, ein Werk zu proben, das wir nicht selbst ausgewählt haben.

Emile Sanglard als Dirigent mit erhobenen Taktstock vor einem Orchester Foto: Claude-Alain-Fauser-Photographies
«Für mich ist das Eidgenössische ein Rendez-vous, das nicht verpasst werden darf», so Emile Sanglard.

Wo sehen Sie die Zukunft solcher Festivals?

Es wird wohl immer komplizierter, Organisatoren zu finden. Teilnehmer wird es immer geben, aber es braucht Investitionen, Kompetenzen und Technologie. Das persönliche Risiko ist hoch – trotzdem ist es wichtig, dass es weitergeht. Das Eidgenössische Musikfest ist wichtig für das Repertoire.

Haben Sie eine persönliche Botschaft an Publikum und Teilnehmende?

Man muss einfach nach Biel gehen, auch wenn man selbst nicht teilnimmt. Das EMF wird spannend, motivierend, eindrücklich und voller Qualität sein. Man muss das leben. Alle Vereine, die nicht selbst spielen, sollen sich unbedingt die Vorträge anhören.

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