Drei Auszeichnungen an der Conducting Competition in Baden

die zwei Preisträger und die Preisträgerin mit Zertifikat und Blumenstrauss vor dem Symphonischen Blasorchester Schweizer Armeespiel
Die Jury vergibt ex aequo einen zweiten Preis an Romain Gili und Luca Belz. Julia Wyser erhält den dritten Preis (v.l.n.r.). Im Hintergrund das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel.

Beitragsbild: Rudolf Hug

Am Final der 11. Conducting Competition am 13. September 2026 in Baden vergibt die Jury ex aequo einen zweiten Preis an Luca Belz aus Zollikofen BE und Romain Gili aus Kriens LU. Julia Wyser aus Weinfelden TG erhält einen dritten Preis.

Der Final der Conducting Competition fand im Rahmen des SWISS WINDBAND AWARD am Sonntagabend, 13. September 2026 im Kurtheater Baden statt. Die Finalistin und die beiden Finalisten dirigierten das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel, eine Höchstklasse-Formation aus Schweizer Spitzenmusikerinnen und -musikern, die ihren Dienst in der Militärmusik leisten.

Julia Wyser Foto: Rudolf Hug
Julia Wyser bei ihrer Interpretation von Franco Cesarinis «Quadrant des rêves, Poème chorégraphique».

Dirigiertalente im Wettstreit

Das Los bestimmte die Reihenfolge und die Werke: Julia Wyser eröffnete den Final mit «Quadrant des rêves, Poème chorégraphique» von Franco Cesarini. Luca Belz folgte mit Paul Hubers «Vision» in einer Edition von Carlo Balmelli. Den Abschluss machte Romain Gili mit Jean Balissats «Gli Elementi». Für jedes Werk standen den Finalteilnehmenden zuvor 45 Minuten Probenzeit mit dem Symphonischen Blasorchester Schweizer Armeespiel zur Verfügung.

Jury (3 Personen) bei der Arbeit Foto: Rudolf Hug
Die Jury, Stefan Roth (CH), Annick Villanueva (F) und Chiara Vidoni (I, v.l.n.r.), vergab drei Preisauszeichnungen.

Die Wettbewerbsanforderungen sind enorm hoch, deshalb hat die Jury, bestehend aus Annick Villanueva (F), Chiara Vidoni (I) und Stefan Roth (CH), keinen ersten Preis vergeben. Eine Auszeichnung in diesem Wettbewerb zu erreichen, ist in jedem Fall ein grosser Erfolg – auch wenn es ein zweiter oder ein dritter Preis ist. So zeigt sich die Jurypräsidentin Annick Villanueva denn auch zufrieden mit der 11. Conducting Competition: «Es gibt nur vereinzelt Wettbewerbe solcher Art. Für mich ist das wichtigste, junge Dirigierende zu fördern. Für sie ist diese Möglichkeit sehr wertvoll, hochkarätige Orchester zu leiten und anspruchsvolle Werke aufzuführen.»

Luca Belz beim Dirigieren Foto: Rudolf Hug
Luca Belz leitete das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel beim Stück «Vision» von Paul Huber in einer Edition von Carlo Balmelli.

Probenarbeit, Dirigiertechnik und Interpretation

Der dreiteilige Wettbewerb stellte die neun Teilnehmenden vor unterschiedliche Herausforderungen. In der Vorrunde probten sie während zwanzig Minuten mit dem WindOrchestra Baden Wettingen eine dem Orchester unbekannte Komposition. Die Jury bewertete dabei vor allem die Probenmethodik.

Romain Gili beim Dirigieren Foto: Rudolf Hug
Roman Gili bei seiner Interpretation von «Gli Elementi» von Jean Balissat.

Sechs Dirigiertalente qualifizierten sich für den Halbfinal. Dort standen ihnen fünf Minuten zur Verfügung, um mit der Elite-Formation Brass Band Emmental ein ihnen bekanntes Werk zu proben, das anschliessend direkt aufgeführt wurde. Der Fokus lag auf der Dirigiertechnik. Julia Wyser, Luca Belz und Romain Gili qualifizierten sich für den Final.

Das Los bestimmte in allen Wettbewerbsteilen die Startreihenfolge und die Werke. Deshalb mussten die Teilnehmenden vorgängig sämtliche acht Kompositionen vorbereiten. Alle Wettbewerbsteile waren öffentlich; insbesondere die Vorrunde und der Final stiessen auf grosses Publikumsinteresse.

Uraufführung der Komposition von Théo Rossier

Vor der Preisverleihung präsentierte das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel am Galakonzert unter anderem eine Uraufführung. Unter der Leitung von Gaudens Bieri spielte das Orchester «Ab Uno» des Waadtländer Komponisten Théo Rossier (*2002) erstmals vor Publikum.

Rossier gewann mit seiner Komposition den von der Musikkommission des Schweizer Blasmusikverbands ausgeschriebene Kompositionswettbewerb. Er setzte sich gegen zehn Teilnehmende durch. Der Auftrag lautete, den bedeutenden Schweizer Komponisten Paul Huber, dessen Todestag sich 2026 zum 25. Mal jährt, mit einer neuen Komposition zu ehren.

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