Eine Festung für die Blasmusik

Blick auf Schaffhausen von oben
Nach dem Willkommensapéro begaben sich die Delegierten in das historische Zentrum von Schaffhausen, um an einer Führung teilzunehmen.
Wie üblich trafen sich die Delegierten der im Schweizer Blasmusikverband zusammengeschlossenen Verbände am Vorabend der Delegiertenversammlung. Diesmal in Schaffhausen, wo die 163. Ausgabe stattfand.

In diesem Jahr war es der Schaffhauser Blasmusikverband in der Person seines Präsidenten Oskar Brütsch, der die Delegierten aus der ganzen Schweiz im schönen Schaffhausen willkommen hiess, der Stadt im nördlichsten Zipfel der Eidgenossenschaft. Der erste Programmpunkt am Freitag, 25. April bot den Anwesenden Gelegenheit, sich zu treffen und die freundschaftlichen Beziehungen zu pflegen, die so typisch für die Blasmusik-Familie sind. Dabei genossen sie den herrlichen Panoramablick auf die Stadt. Der Willkommensapéro fand auf dem Munot statt, der Festung, die seit über vier Jahrhunderten über Schaffhausen thront. Vor der Kulisse der Altstadt und dem Rhein im Hintergrund erkundeten die Delegierten das historische Gebäude und lauschten dabei der Frau, die bis vor kurzem noch als Wächterin im Turm wohnte. Ein Wiedersehen, das mit einem Gruppenfoto endete.

Munot-Festung mit Delegierten Foto: Régis Gobet
Der Munot, die über Schaffhausen wachende Festung, empfing die Teilnehmenden der SBV-DV bereits am späteren Freitagnachmittag.

Besichtigung des mittelalterlichen Stadtkerns

Anschliessend gingen die Teilnehmenden die Treppen ins Stadtzentrum hinunter, wo sie sich, aufgeteilt in Gruppen, zur traditionellen Stadtführung durch die Gastgeberstadt aufmachten. Den Delegierten hat diese Tradition im Laufe der Jahre die Entdeckung von Orten im ganzen Land ermöglicht. Schaffhausen und seine Altstadt mit ihren zahlreichen Erkern, den bemalten Fassaden und den eleganten Steinornamenten, welche die vielen mittelalterlichen Gebäude schmücken, faszinierten alle und liessen sie die Zeit vergessen. Nach einer kurzen Rückkehr zum Vienna House Hotel, in dem alle Delegierten untergebracht waren, stand bereits das Abendessen an, das im Park Pavillon stattfand.

Abendessen im Park Pavillon in Schaffhausen Foto: Régis Gobet
Beim Abendessen im Park Pavillon hatten die Anwesenden wie jedes Jahr Gelegenheit, sich auszutauschen.

Eine Universalsprache inmitten der Mehrsprachigkeit

Das Abendessen ist der gesellige Teil des nationalen Treffens und wird immer von einem besonderen Gast begleitet. Im Vorfeld des Eidgenössischen Musikfestes in Biel lauschten die Delegierten den Worten von Virginie Borel, Direktorin des 1996 in der Stadt im Seeland gegründeten Forums für Zweisprachigkeit. Die Kommunikationsexpertin lobte den Schweizer Blasmusikverband als lebendiges Beispiel für die Mehrsprachigkeit in der Zusammenarbeit seiner im ganzen Land verteilten Mitglieder. Ihr Teamspirit überwindet die Sprachbarrieren dank der Musik – ihrer gemeinsamen und universellen Sprache. Nach dem Abendessen wurde der Rest des Abends vom Klub Mathé musikalisch begleitet, einer Schaffhauser Band aus sechs jungen Leuten, bis es Zeit war, ins Hotel zurückzukehren.

Es war ein sehr gelungener Abend, für den sich alle Delegierten herzlich beim organisierenden Schaffhauser Blasmusikverband bedanken.

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