60 Jahre Bääredanz, «waisch no?»

Gruppenbild Erinnerungstreffen der Tambourenrekturen der RS 64

Featured image: zVg

Die zwei Altrekruten Martin Wälti und Ruedi Baltisberger haben die Initiative ergriffen und in Bern ein fröhliches Erinnerungstreffen früherer Tambouren-Rekruten organisiert.

Die noch Lebenden, leider sind einige nicht mehr unter ihnen, kramten bei einem Essen in Erinnerungen, wärmten Anekdoten auf und erzählten sich Reminiszenzen aus der RS 1964. Dass auch die früheren Vorgesetzten, die damaligen Feldweibel Alex Haefeli und Korporal Toni Wymann, der Einladung folgten und sich für einen stundenlangen Austausch zu ihnen gesellten, empfanden sie als besondere Ehre. Es waren wirklich ausgezeichnete, ehrliche Führungspersonen mit natürlicher Autorität und ganz ohne Allüren.

Ehre für Alex Haefeli und ein Überraschungsgast

In einer Laudatio würdigte Tony Wymann seinen damaligen Vorgesetzten nicht nur für seinen in Tambourenvereinen populär gewordenen «Bääredanz», sondern auch für all seine unzähligen Kompositionen, die den Weg in fast alle Tambourenvereine und Fasnachtsgesellschaften gefunden haben. In Hollywood wäre Alex Haefeli ein Oscar für sein Lebenswerk sicher.

Geschickt eingefädelt hatten die Organisatoren den Überraschungsauftritt des aktuell wohl besten Schweizer Tambours Wm Weiss Maurice. Er trug diesen 60-jährigen, legendären «Bääredanz» nach eigenem Gusto und ziemlich speditiv vor, eine Komposition, an der sich die damaligen Rekruten auf der Berner Allmend die Zähne ausbissen. Als Zugabe zeigte Weiss noch ein paar Handbrecher-Schlegeltricks, vor denen die SUVA eindringlich warnt.

Hauptsächlich widmete sich die Gruppe aber Gesprächen, die sich weniger um die in der RS «erlittenen Qualen» drehten, sondern mehr um die aktuellen Altersgebrechen und um das Gedeihen der Enkelkinder. Rückblickend empfand jeder die Zeit in der RS durchwegs positiv und verbindet sie mit schönen Erinnerungen. Und bei einem nächsten Bier fragte einer in die Runde: «Waisch no, döört in dr RS bim Haefeli?»

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