Grosses Engagement des Schweizer Blasmusikverbands

Ein Bild der Zuhörer in der Pause.
Am Mitgliederrat in Olten informierte der Schweizer Blasmusikverband über die Umsetzung seiner neuen Strategien, bei welchen die Ausbildungen, die Zusammenarbeit mit den Kantonen und die Kommunikation eine besonders wichtige Rolle spielen. Drei Kantonalpräsidenten präsentierten ihre Projekte.
Ein Bild von Luana Menoud-Baldi während ihres Vortrags. Foto: Liselotte Jost
Die SBV-Präsidentin Luana Menoud-Baldi führte durch das Programm des Mitgliederrats.

Speditiv und kompetent führte die SBV-Präsidentin Luana Menoud-Baldi durch das inhaltsreiche Programm. Wie bereits im September an der Konferenz der Musikkommissionspräsidenten wurden nun auch die Verbandspräsidenten über die Planungs- und Organisationselemente des SBV informiert. «Es ist wichtig für die Verbandsleitungen und alle ständigen Kommissionen, dass wir alle in die gleiche Richtung gehen und ziehen», stellte die Verbandspräsidentin fest.

Ein wichtiges Element der Verbandsstrategie sind die stark erweiterten Kommunikationskanäle. Unter der Leitung von Luana Menoud-Baldi und der Koordination von Anna Schwab und in Zusammenarbeit mit der Kommunikationskommission wird zurzeit die neue, modernisierte Kommunikationsform aufgebaut, die alle Generationen, insbesondere aber auch die jüngere, ansprechen soll. Kurz vor dem Anlass wurde die neue Website, unter der Projektleitung von Simon Betschmann, aufgeschaltet, welche unter den Verbandspräsidenten auf ein erfreuliches Echo stiess. Über Hitobito bildet sie neu die Plattform, welche die Verbände für ihre Verwaltung benützen können. Die persönlichen Einführungen der Verbandsmitglieder in das Programm haben bereits begonnen.

Die Zeitschrift «Unisono» erhält einen überarbeiteten, ansprechenden Aufbau und wird ab anfangs 2023 ein wichtiges Element der neuen «Community unisono», welche über digitale, «social media» und traditionelle Kanäle laufend kommunizieren wird. Damit wird aus der «Unisono»-Redaktion die «Redaktion SBV». Diese soll ab 2023 mit einer Redaktionsstelle in der Rätoromanischen Schweiz erweitert werden.

Das Ausbildungssystem einen

Unter der Leitung des Musikkommissionspräsidenten SBV, Thomas Trachsel, strebt der SBV im Ausbildungssystem eine Zusammenarbeit unter den Kantonalverbänden an («Unisono» berichtete). Dabei geht es insbesondere um eine geeinte und konsequente Ausstrahlung und Wahrnehmung in der Aus- und Weiterbildung. Unter anderem soll das Programm J+M (Jugend und Musik) mit der Ausbildung innerhalb des SBV zusammengeführt und das Weiterbildungsangebot neu aufgebaut werden. Im Rahmen der neuen Ausbildungsform sollen zudem die Dirigierprüfungen vereinheitlicht werden.

«Refreshing Wettbewerbe»

Nach dem Motto «Wir organisieren den Wettbewerb – ihr das Fest» erhalten durch den SBV auch die Musikwettbewerbe ein Refreshing. Als Trägerorganisation zeichnet sich der Schweizer Blasmusikverband für die Bereitstellung sämtlicher Mittel zur Durchführung eines Eidgenössischen Musikwettbewerbs (Reglemente, Informatik, Jury usw.) verantwortlich, während sich die durchführenden Vereine um die Infrastrukturen, Kommunikation, Verkehr usw. kümmern. Unter der Leitung von Hanspeter Frischknecht baut der SBV zurzeit eine Festsoftware auf, die auch für kleinere Feste zur Verfügung stehen wird. Für das Eidgenössische Musikfest 2026 in Interlaken ist die Zusammenarbeit mit dem OK Interlaken aufgenommen respektive erneuert worden. Ende September haben die Trägervereine Peter Flück als Präsidenten und Sandra Zwahlen als Vizepräsidentin gewählt. Die Delegation des SBV setzt sich aus Luana Menoud-Baldi, Hans Seeberger, Michel Graf, Hanspeter Frischknecht und Simon Betschmann zusammen.

Jahr der Schweizer Blasmusik 2023

Weiter wurden die Anwesenden über den Zweck und die Aktivitäten des «Jahr der Schweizer Blasmusikliteratur 2023» informiert. Zurzeit wird eine Datenbank, www.swisswindrep.ch, mit allen Schweizer Blasmusikwerken angelegt. Das weltweit zugängliche Portal zum Schweizer Repertoire soll über das Jahr 2023 hinaus Bestand haben. Inzwischen sind bereits 14 Neuinstrumentierungen älterer Werke in Auftrag gegeben worden. Die Vereine sind aufgerufen, für ihre Konzerte und Auftritte im Jahr 2023 Werke von Schweizer Komponisten zu bevorzugen. Das Festival der Schweizer Blasmusikliteratur, «aVENTura», wird vom 8. bis 10. September in Luzern stattfinden.

Am Mitgliederrat in der FHNW in Olten stellten drei Kantonale Verbände ihre nächsten grossen Projekte vor. Der Zuger Blasmusikverband wird sich in einer aufwendigen Aktion an der Zugermesse präsentieren, um mehr Volk für die Blasmusik zu gewinnen (https://www.zugermesse.ch/post/zuger-blasmusikverband). Der Kantonale Musikverband Wallis (KMVM), der Bernische Kantonal Musikverband (BKMV), der Jurassische Musikverband (FJM) und der Genfer Musikverband (ACMG) haben die Komponisten für neue Aufgabenstücke für ihre Musikfeste 2024 gemeinsam ausgewählt. Inzwischen haben sich schon weitere Verbände dazugesellt.

Der Luzerner Blasmusikverband stellte den Anwesenden seine neuen Verbandsstrukturen vor.

Der Leiter Finanzen SBV, Hanspeter Frischknecht, rief dazu auf, sich am Migros Sponsoring «Candela» 2023, zu beteiligen, im Rahmen dessen kulturelle Vereine unterstützt werden sollen (siehe Randspalte Seite51). «Dabei wird es nicht nur um die Finanzierung gehen, sondern auch darum, Interesse zu zeigen und ein Zeichen für die Zukunft der Blasmusik zu setzen», stellte er fest.

Am 1. Oktober hat Simone Langenbach ihre Funktion als Leiterin der SBV-Geschäftsstelle in Aarau aufgenommen. Durch ihr privates Umfeld ist sie eng mit der Blasmusik verbunden. Mit der kompetenten Allrounderin ist die Leitung der Geschäftsstelle nun wieder besetzt.

Ein Bild des Publikums in reger Unterhaltung. Foto: Liselotte Jost
Die Pausen des Mitgliederrats wurden für regen Austausch und ungezwungene Gespräche benützt.
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