Intensive Diskussionen über die Altersgrenze der Jugendlichen

Porträt des Vorstands des Schweizer Jugendmusikverbands SJMV
Der Gesamtvorstand wurde im Amt bestätigt (v.l.n.r.): Fabio Küttel (Präsident), Marc Mehmann, Deborah Annema, Eveline Schwarzenberger, Louis Schibli, Lukas Aecherli, Dominik Wirth.
Zum ersten Mal seit 2019 konnte die Delegiertenversammlung des Jugendmusikverbandes wieder physisch durchgeführt werden. Die Vereine interessierten sich vor allem für die Informationen über das bevorstehende Schweizer Jugendmusikfest. Viel zu reden gab der Antrag, die Alterslimite für die Teilnahme von 23 auf 25 Jahren zu erhöhen.

Gut 80 Delegierte und Gäste trafen sich auf dem Olma-Areal in St. Gallen, wo in einem halben Jahr das Schweizer Jugendmusikfest (SJMF) stattfinden wird. OK-Vizepräsident Markus Straub freute sich über die Anmeldung von insgesamt 115 Formationen. Wegen der grenznahen Lage von St. Gallen werden auch fünf Vereine aus Deutschland dabei sein. «Echte Leidenschaft» ist das Motto des diesjährigen Festes, das mit hochstehenden Wettbewerben, einem attraktiven Rahmenprogramm und kurzen Wegen auftrumpfen will. Die Delegierten hatten im Anschluss an die Versammlung Gelegenheit, sich die Wettbewerbslokale anzuschauen.

Förderpreise für innovative Projekte

Der Jugendmusikverband vergibt jedes Jahr Förderpreise für innovative Jugendmusikprojekte. Die Bekanntgabe der Preisträger war bereits im Januar erfolgt. An der Delegiertenversammlung wurden die Gewinnerprojekte nochmals kurz vorgestellt und die Preise überreicht. Den ersten Platz und 2500 Franken gewann das Projekt «Mach Musig i dr Schwiiz» der Brass Band Musik Frohsinn Oberburg. Der zweite Platz ging an das Projekt «Ciné-Concert» der Jugendensembles der Vereine von Courrendlin, Delémont und Courfaivre-Develier. Das Worber Jugendblasorchester beeindruckte mit einer neuen Form von Instrumentenpräsentation und bekam 1000 Franken.

Übergabe des Förderpreises durch Eveline Schwarzenberger und Fabio Küttel an Benjamin Wittwer
Benjamin Wittwer nahm den Förderpreis für das Projekt «Mach Musig i dr Schwiiz» der Brass Band Musik Frohsinn Oberburg entgegen.

Mehr Sektionen und emotionale Diskussionen

Die ordentlichen Traktanden boten wenig Stoff für Diskussionen. Die Delegierten sprachen sich einstimmig für die Wiederwahl des Gesamtvorstandes und des Präsidenten Fabio Küttel aus. Die Zahl der Mitgliedssektionen des Schweizer Jugendmusikverbandes hat sich mit 143 Sektionen leicht erhöht.

Viele Wortmeldungen gab es hingegen zum Antrag auf Anhebung der Alterslimite für die Teilnahme am Schweizer Jugendmusikfest von 23 auf 25 Jahre. Dieser Antrag hatte bereits vor einem Jahr zur Diskussion gestanden und wurde damals wegen Stimmengleichheit verworfen. Da die Sektionen aus den Kantonen Zürich, Aargau und Wallis wegen eines technischen Fehlers keine DV-Einladung erhalten hatten, konnten sie damals ihre Meinung dazu nicht äussern. Elf Zürcher Vereine reichten deshalb erneut einen Antrag ein. Den Initianten war es wichtig, auch mit ihren 23 bis 25 Jahre alten Mitgliedern vollzählig oder überhaupt ans Jugendmusikfest gehen zu können. Die Gegner argumentierten unter anderem, es sei unfair, so kurz vor dem Fest die Spielregeln noch zu ändern. Nach einer emotionalen Diskussion wurde der Antrag mit grossem Mehr angenommen. Die Alterslimite liegt neu bei 25 Jahren.

Weitere Informationen zur DV und zum Schweizer Jugendmusikfest: jugendmusik.ch.

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