Lencis liegt im Mittelaargau

BO musiXmaX auf der Bühne
musiXmaX-Konzert in Niederlenz

Beitragsbild: Eveline Sturzenegger

Rückblick auf die 30-Jahr-Jubiläumskonzerte des Harmonieblasorchesters musiXmaX in Niederlenz und Beinwil am See.

Klangstark und feierlich ertönte als Auftakt die «Jubilee Overture» von Philip Sparke, ein passender Einstieg fürs Jubiläumskonzert des Harmonieblasorchesters musiXmaX.

Eine Zeitreise durch die letzten 30 Jahre

Auch das nächste Werk – das wie fast alle Stücke an diesem Konzert in den letzten 30 Jahren schon einmal aufgeführt wurde – stammte vom gleichen Komponisten. Der «Orient Express» nahm die Zuhörenden mit auf die Zeitreise. Untermalt mit passenden Klängen des Perkussions-Registers hörte man den Zug bzw. die alte Dampflokomotive auf ihrer Fahrt in Richtung Osten.

Passend dazu folgte im Anschluss das Stück «Armenian Dances Part 1» von Alfred Reed. Diese schöne Suite verzauberte mit einer Mischung aus europäischen und orientalischen Klängen unter anderem im 5/8 Takt. Nach einem ruhigeren ersten Teil mit vielen solistischen Stellen folgte dann der sehr schnelle und rhythmische zweite Teil, der vor allem die Finger der Holzbläser strapazierte.

Gruppenbild von musiXmaX 2025 Foto: Eveline Sturzenegger
Die Musikantinnen und Musikanten von musiXmaX 2025

Lencis – Of Castles and Landscapes

George Gershwins «Cuban Overture» eröffnete den zweiten Konzertteil. Dieses spezielle Stück, das Gershwin einst während Ferien in Kuba komponiert hatte, forderte Orchester wie auch die Zuhörerschaft heraus: Kubanische Rhythmen und Melodien, aber jazzig angehaucht und mit ständig wechselnden Tonarten und ungewohnten Harmonien.

Den Höhepunkt des Konzerts bildete die Auftragskomposition «Lencis – Of Castles and Landscapes» des Schweizer Komponisten Franco Cesarini. Das dreisätzige Werk beschreibt musikalisch den Mittelaargau: im ersten Satz mit schönen Fanfaren das Schloss Lenzburg und seinen Ausblick auf weitere Schlösser in der Umgebung, dann mit ruhigen und fliessenden Tönen die vielen Flüsse, die sich im Wasserschloss treffen. Neuzeit und Industrialisierung werden mit einem rasanten dritten Satz mit repetitiven und harten Klängen dargestellt. Ein würdiges Geschenk, das sich musiXmaX zum 30. Geburtstag geleistet hat.

BO musiXmaX auf der Bühne Foto: Eveline Sturzenegger
Bei der Aufführung des Werks «Godzilla Eats Las Vegas!» unter der langjährigen Leitung von Roland Fröscher

Ein fulminanter Abschluss

Im letzten Stück ging es mit hektischen Tönen weiter: «Godzilla Eats Las Vegas!» ist eine Parodie auf die Godzilla-Filme von Eric Whitacre. Eine Klangvielfalt aus Swing, Tango und Bigband-Musik aus der bunten Welt von Las Vegas wird immer wieder unterbrochen durch die stampfenden Schritte von Godzilla. Auf die Schreie der Touristen folgt Godzillas Lachen, genial durchs Posaunenregister gespielt.

Mit zwei Zugaben – Amazonia aus «Windows of the World» von Peter Graham und dem «Midway March» von John Williams – endete das Konzert.

Urs Holliger mit Mikrofon auf der Bühne vor dem Orchester Foto: Eveline Sturzenegger
Urs Holliger, Gründungsmitglied und langjähriger Präsident von musiXmaX

Seit 30 Jahren dabei!

Mit interessanten Zusatzinformation durchs Programm geführt hatte Alexandra Ledl. Sie zeigte mit einer kleinen Umfrage auch die bunte Durchmischung des Orchesters auf, von erstmals Teilnehmenden über die vielen, die schon über zehn Mal mitgespielt haben, bis zu einigen, die seit über zwanzig Jahren dabei sind.

Und für einen war es schon das dreissigste Mal: Als Gründungsmitglied und langjähriger Präsident steht Urs Holliger für musiXmaX. Auch Dirigent Roland Fröscher ist schon seit 2011 mit musiXmaX verbandelt. Und nicht zuletzt verdankt das Projektorchester sein langjähriges Bestehen einigen treuen Sponsoren, die das Vereinsbudget entlasten.

Herzlichen Dank an alle, die aktiv, passiv oder zuhörend zum 30-jährigen Jubiläum von musiXmaX beigetragen haben.

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