Die Symphonia Luminosa war der Höhepunkt des Benefizkonzerts des Symphonischen Blasorchesters Kreuzlingen vom 20. Dezember 2025 im Kulturzentrum Dreispitz in Kreuzlingen.
Das Werk, beim Komponisten Carlos Pellicer für das Eidgenössische Musikfest im nächsten Mai in Auftrag gegeben, erlebte hier seine Welturaufführung. Das Publikum hat sie mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen aufgenommen. Es war ein sichtbar berührender Moment von grosser Wertschätzung – für den Komponisten wie für das Orchester.
Ein strahlend-helles und leuchtendes Werk
Aus dem Hellen übers Dunkle zum klaren Licht, so sieht der anwesende Komponist sein Werk. «Strahlend, hell, leuchtend» bezeichnet Dirigent Stefan Roth das Musikstück, mit dem das Orchester Licht in die dunklen Dezembertage bringen will. Die Symphonia Luminosa sei «spannend, vielseitig, kontrast- und farbenreich, voller Musikalität und Orchesterkraft», schwärmt er.
Das Werk sei eine Herausforderung sowohl für die Musikerinnen und Musiker als auch für das Publikum – ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art. Das SBO Kreuzlingen wird mit dem Werk «Symphonia Luminosa» am Eidgenössischen Musikfest im Mai 2026 in Biel auftreten.
Licht, Zuversicht und Hoffnung spenden
Das Konzertprogramm des Abends umfasste weiter die «Festliche Ouvertüre Op. 96» von Dmitri Schostakowitsch, den ersten Teil von «Le Sacre du printemps» von Igor Strawinsky, «Elsas feierlicher Zug zum Münster» aus der Oper Lohengrin von Richard Wagner sowie «Illumination» von David Maslanka.
Licht, Zuversicht und Hoffnung will das Symphonische Blasorchester Kreuzlingen jeweils auch regionalen gemeinnützigen Organisationen bringen, die aus der Kollekte des Benefizkonzerts unterstützt werden. Jeder zweite Franken geht diesmal an den Hospizdienst Thurgau, eine Freiwilligenorganisation, die Todkranke auf ihrem letzten Gang begleitet.
Ein eindrucksvoller Konzertabend
Das Publikum erlebte mit der fesselnden Darbietung des Orchesters unter der Leitung von Stefan Roth einen Musikgenuss besonderer Art. Roth führt das Orchester mit klarer Hand und lässt dessen Klang glänzen. Die 75 Musikerinnen und Musiker bringen ihr Können unter seinem Stab voll zur Geltung.
Die Dramatik der modernen symphonischen Blasmusik packt und überzeugt auch Zuhörerinnen und Zuhörer, die erstmals mit ihr in Berührung kommen. Florian Landolt, Musikredaktor beim Schweizer Fernsehen SRF und selbst Trompeter, führte sachkundig durch den Abend. Den feierlichen Abschluss des eindrücklichen Konzertabends bildete das Lied «Stille Nacht».
Symphonisches Blasorchester Kreuzlingen
Das Symphonische Blasorchester Kreuzlingen gehört zu den führenden Blasorchestern der Schweiz. Es will nicht nur unterhalten, sondern aussergewöhnliche und herausragende Musikerlebnisse bieten und so zum Kulturleben von Stadt und Kanton beitragen.
Das sehr breite Repertoire reicht von klassischer Musik über Opern- und Operettenstücke bis zu Bigband-Sound und Filmmusik. Das Programm ist anspruchsvoll, will aber nicht zuletzt vor allem junge Talente fördern. Das Orchester kann zwar auf eine über 140-jährige Tradition zurückblicken, seine Mitglieder sind jedoch jung, ihr Durchschnittsalter beträgt 32 Jahre. So verbinden sich Tradition und Innovation, und man blickt voller Energie und Neugier in die Zukunft.
Das Orchester, das jedes Jahr in der Region, im In- und im Ausland Konzerte gibt, hat auf allen Stufen zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Es wird das regionale Publikum auch im Jahr 2026 mit klassischen Konzerten unterhalten und begeistern.