Rund 600 junge Musikantinnen und Musikanten aus 27 Nachwuchsvereinen haben am 14. Juni 2025 am 7. St. Galler Kantonalen Jugendmusiktreffen in Widnau teilgenommen. Im Zentrum standen ein Dreierlei der Blasmusik und ein «Spiel ohne Grenzen».
«Herzlich Willkommen im Rheintal!» Mit diesen Worten begrüsste Verena Federli, Rheintaler Kreispräsidentin und Vize-Präsidentin des St. Galler Blasmusikverbandes (SGBV), am Samstagmorgen die 600 jungen Musikantinnen und Musikanten in der Widnauer Kunsteisbahn Rheintal. Sie alle waren nach Widnau gereist, um die Blasmusik auf verschiedenen Ebenen zu zelebrieren.
Foto: Michael KohlerDas Jugendmusiktreffen war Teil eines ganzen Festwochenendes, das die Jugendmusik Widnau im Rahmen ihres 70-jährigen Bestehens beging. Es beinhaltete nebst der kantonalen Veranstaltung ein abendfüllendes Konzert- und Festprogramm inklusive Neuuniformierung des Nachwuchsvereins am Samstag sowie einen Familientag am Sonntag.
Wettspiel ohne Rangliste
Im Zentrum des Jugendmusiktreffens stand einerseits ein Wettspiel, bei dem die teilnehmenden Vereine mit einem vorbereiteten musikalischen Vortrag eine Bewertung und damit eine Standortbestimmung abholen konnten. Als Experten amteten Armin Kofler, Kapellmeister und Komponist aus dem Südtirol, Christian Speck, Mitglied der SGBV-Musikkommission, sowie Benjamin Zwick, ausgewiesener und erfahrener Orchesterleiter vom Thurgau bis ins Rheintal.
Foto: Michael Kohler15 Nachwuchsvereine nutzten die Gelegenheit, sich von einem der Juroren bewerten zu lassen. Berücksichtigt wurden die sechs Kriterien Interpretation, Stimmung und Intonation, Rhythmus und Metrum, Dynamik und Klangbalance, Tonkultur/Technik/Artikulation sowie musikalischer Ausdruck. Auf das Erstellen einer Rangliste und das Vergeben von Punktzahlen verzichteten die Organisatoren und Experten dabei bewusst.
Foto: Michael KohlerDie Bewertung erfolgte in Form eines Expertengesprächs, also einer mündlichen Rückmeldung an die Dirigentin oder den Dirigenten oder, je nach Wunsch, an den gesamten Verein.
Foto: Michael KohlerFreie Konzerte und ein musikalisches Feuerwerk
Während des Tages unterhielten verschiedene Nachwuchsformationen ihre Gäste in der Eishalle mit freien Konzerten. Und schliesslich fanden sich als letzter offizieller Programm- und gleichzeitig auch Höhepunkt alle Formationen in der Eishalle zusammen, um gemeinsam unter dem Dirigat von Matthias Hasler (Dirigent der Jugendmusik Widnau) ein musikalisches Feuerwerk zu zünden.
Foto: Michael KohlerIm Gesamtchor präsentierten sie einerseits ein Arrangement des Deutschen Kult-Rocklieds «Tage wie diese» (Die Toten Hosen) und andererseits die «Harmonie der Blasmusik», eine Auftragskomposition des SGBV zu dessen 100-Jahr-Jubiläum im vergangenen Jahr, geschrieben vom Schweizer Komponisten Christoph Walter.
Foto: Michael KohlerHöhepunkt im «Jahr der Jugend»
So ganz ohne Wettbewerb funktioniert eine Grossveranstaltung von und mit ambitionierten Jugendlichen dann aber doch nicht. Die verschiedenen Vereine konnten sich darum ergänzend zum musikalischen Programm bei einem «Spiel ohne Grenzen» messen. Dabei absolvierten die Jugendlichen verschiedene Posten, bei denen Konzentration, Geschicklichkeit und Kreativität gefragt waren.
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Foto: Michael KohlerIm November 2024 hatte Verbandspräsident Roland Kohler anlässlich der 100. Delegiertenversammlung des SGBV für 2025 das «Jahr der Jugend» ausgerufen. Dass die Jugendmusik Widnau und ihr Stammverein, die Musikgesellschaft Konkordia Widnau, just in diesem Jahr Gastgeber für das kantonale Jugendmusiktreffen sein durften, freut OK-Präsident Stefan Frei ungemein. «Es ist eine Ehre», erklärte er am Samstag bei seiner Ansprache.
Foto: Michael KohlerDie achte Ausgabe des im Zweijahresturnus organisierten kantonalen Jugendmusiktreffens führt im Sommer 2027 in die Gemeinde Flums im Sarganserland.
Weitere Impressionen
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