Diese drei Klarinetten waren vor 200 Jahren das Equipment des ersten Klarinettisten der «Königlich Sächsischen Kapelle» Dresden: je eine C-, B- und A-Klarinette.
Dieser erste Klarinettist war zeitweise Gottlieb Kotte (1797–1857), ein führender Bläser seiner Zeit. Robert Schumann schrieb 1849 für ihn die bekannten drei Fantasiestücke op. 73, die Kotte möglicherweise auf unserer A-Klarinette (links im Bild) uraufgeführt hat.
Heute ist die B-Klarinette üblich. Anno dazumal wurden jedoch drei unterschiedlich gestimmte Instrumente verwendet, um in allen Tonarten gut spielen zu können. Kompositionen in C wurden auf C-Klarinette gespielt. Die Instrumente gehörten dem Orchester, nicht den Musikern. Unsere drei Klarinetten liess das Orchester im Verlauf der Zeit mehrfach modernisieren: Es wurden Klappen hinzugefügt, um die Halbtöne leichter spielen zu können, und sogar sogenannte Brillen zur Intonationskorrektur angebracht.
Foto: André RoulierHeute sind die drei Klarinetten im Klingenden Museum Bern ausgestellt, ganzjährig von Mittwoch bis Sonntag geöffnet.