Im Klingenden Museum in Bern sticht es sofort ins Auge, dieses Kontrabasssaxophon in Es, gebaut 1897 von Evette & Schaeffer in Paris.
Es ist 1,88 Meter hoch (!), das Schallstück hat einen Durchmesser von 41 cm, die grösste Klappe misst 7 cm und der längste Hebel ist 105 cm lang. Adolphe Sax hatte 1846 sein Saxophon in Paris patentieren lassen. In der Patentschrift plante er schon alle Grössen, entwickelt hatte er damals aber erst das Basssax. Ob er selbst je ein Kontrabass gebaut hat, ist nicht geklärt.
Foto: André Roulier1885 hatten Paul Evette und Ernest Schaeffer die Firma Buffet-Crampon übernommen (ab 1929 führte die Firma wieder ihren alten Namen) und entwickelten u.a. neue Saxophone. Die Prototypen für Sopranino, Alt, Bariton und Bass blieben erhalten und sind heute im Klingenden Museum Bern ausgestellt. Dass es sich bei diesem Kontrabass um den Prototypen handelt, ist leicht zu erkennen: Die tief-h-Klappe war zunächst an anderer Stelle angebracht und ist wohl aus Gründen der Mechanik verschoben worden, und im Schallstück sind 10 cm Länge zur Korrektur der Intonation eingefügt worden.