Das ist keine Posaune, sondern eine Trompete, die nicht mit Ventilen, sondern mittels Zug alle Töne spielen kann.
Gebaut hat sie um 1845 Antoine Courtois, «Facteur du Conservatoire» d.h. offizieller Instrumentenbauer des Pariser Konservatoriums. Das Instrument ist reich mit Silberbeschlägen verziert. Mittels Bögen kann es in G, F, E, Es, D, C und B gestimmt werden. Möglicherweise gehörte es dem berühmten Solisten Jean-Baptiste Arban, dessen «Grande méthode complète de cornet à pistons et de saxhorn» noch heute im Unterricht verwendet wird.
Um 1800 erlebte die Trompete einen Umbruch: Sie sollte in allen Lagen alle Töne spielen können. Hierfür wurden entweder Klappen angebracht (analog zu den Holzblasinstrumenten), ein beweglicher Zug ergänzt (wie Posaune), mit der Hand gestopft (wie seit dem 18. Jahrhundert das Horn) oder mit Ventilen unterschiedlichster Art experimentiert. Letzteres hat sich schliesslich durchgesetzt. Im Klingenden Museum Bern – ganzjährig geöffnet von Mittwoch bis Sonntag – sind all diese technologischen Entwicklungen und vieles mehr zu entdecken.