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Dorfverein auf internationalem Parkett

Porträt Blasorchester Siebnen
Das Blasorchester Siebnen vertritt am Wochenende vom 6./7. Mai die Schweiz an der «European Championship for Wind Orchestras» (ECWO) in Amiens, Frankreich. Bei diesem internationalen Wettbewerb treten sieben hochkarätige europäische Orchester der Höchstklasse gegeneinander an und spielen um den Titel des Europameisters der Blasmusik.

Als Sieger der Höchstklasse am Eidgenössischen Musikfest in Montreux im Jahr 2016 qualifizierte sich das Blasorchester Siebnen (BOS) unter der Leitung von Blaise Héritier bereits für die Teilnahme an der letzten Austragung des ECWO im Jahr 2018 in Brüssel. Mit dem hervorragenden vierten Rang von neun teilnehmenden Orchestern gelang dem BOS damals ein äusserst überzeugender Auftritt auf internationalem Parkett. Die intensive Vorbereitung, die Reise nach Brüssel und die einmalige Atmosphäre im Konzertlokal «BOZAR» wurden zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Musikantinnen und Musikanten.

Amtierender Schweizermeister in Amiens

Da seit 2016 kein Eidgenössisches Musikfest mehr durchgeführt werden konnte, wurde das BOS als amtierender Schweizermeister erneut zur Vertretung der Schweiz am diesjährigen ECWO in Amiens nominiert. Das Wettbewerbsprogramm besteht aus einem Pflichtstück – Alexander Kosmickis «Mouvements Frénétiques» – und einem Selbstwahlstück. Das Blasorchester Siebnen hat sich, wie bereits 2018, für eine Auftragskomposition des Spaniers José Suñer Oriola entschieden. In enger Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Blaise Héritier entstand das Werk unter dem Titel «Die Bäume von Einsiedeln».

Kosmickis «Mouvements frénétiques» wurde 2019 komponiert und kündigt bereits im Titel den Charakter des Werks an. Das Stück beginnt in einer ausgelassenen, lebhaften Tanzstimmung, welche sich nach einem verträumten Intermezzo in eine immer nervösere Erregung steigert. Nicht weniger virtuos zeigt sich José Suñer Oriolas «Bäume von Einsiedeln»: das siebensätzige Meisterwerk entführt die Hörerinnen und Hörer an die wundervollsten Orte Einsiedelns. In einem Moment führt das Stück durch den lichtdurchströmten Wald, in einem anderen durch das eindrückliche Kloster, wo der Psalm «Salve Regina» erklingt. In den letzten beiden Sätzen weitet der Komponist die Kulisse der Geschichte von Einsiedeln auf die gesamte Innerschweiz aus. Oriola lässt sich dabei von der Gründungslegende der Schweiz inspirieren: Im sechsten Satz «Rütlischwur» wird der Bund zwischen den drei Waldstätten musikalisch mit einer Übereinkunft von drei Themen wiedergegeben, während im siebten Satz «Morgarten» der Kampf der Eidgenossen gegen die Habsburger als furioses Allegro erklingt.

Vorbereitungskonzert in Galgenen

Das Blasorchester Siebnen führt die beiden eindrucksvollen Werke im Rahmen eines Vorbereitungskonzerts auf.

  • Sonntag, 23. April, 11 Uhr
  • Mehrzweckhalle Tischmacherhof, Galgenen SZ
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