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Ein Brass Band Wettbewerb «swiss made»

Der Salle blanche im KKL Luzern

Der Schweizerische Brass Band Verband (SBBV) hat im vergangenen März seine Delegiertenversammlung (DV) abgehalten. Auf der Traktandenliste standen insbesondere die Bekanntgabe der Aufgabestücke für den nächsten Schweizerischen Brass Band Wettbewerb (SBBW), allesamt von Schweizer Komponisten, und die Wahl von Jocelyne Moren in den Vorstand.

Am 25. März 2023 hat der Schweizerische Brass Band Verband seine 45. Delegiertenversammlung in Bern abgehalten. Es waren 51 Vertreter von 32 der insgesamt 62 Mitglieder-Bands anwesend.

Eine Geste für die Bands

Seit zwei Jahren ist es vor allem aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich, den Musizierenden Gratiseintritte für den SBBW abzugeben. An der DV 2022 hatte sich der Vorstand verpflichtet, einen Vorschlag zu unterbreiten, der den Bands einen finanziellen Vorteil bietet.

Nachdem er die verschiedenen Möglichkeiten mit den Ticketing-Verantwortlichen des KKL besprochen hatte, schlug Pascal Knubel, Präsident OK SBBW, eine entsprechende Geste für die teilnehmenden Bands vor. Letztere haben die Möglichkeit, zehn Tickets – egal welcher Kategorie – mit einem Rabatt von 20 Rabatt zu bestellen. Dazu erhalten sie einen exklusiven Aktionscode, den sie zeitlich begrenzt einlösen können. Danach gelangen die Tickets zum Normalpreis in den Verkauf.

Die Kategorie Elite umfasst weiterhin 10 Bands

Seit letztem Jahr werden neu in die Elite aufgestiegene Bands mit einem Aufsteigerschutz vor dem Abstieg bewahrt. Somit können nur acht Bands absteigen. Daher wurde in diesem Jahr ein Antrag gestellt, die Zahl der Bands auf zwölf zu erhöhen.

Der Vorstand sprach sich gegen diese Änderung aus, da daraus eine Verlängerung des Zeitblocks und ein früherer Beginn für die Elite resultieren würde. Dies wiederum raubt der 2. oder 3. Kategorie zeitlich jegliche Möglichkeit, im Salle Blanche (Luzern) oder im Auditorium Stravinski (Montreux) zu spielen. Darüber hinaus wäre die Konsequenz, dass zwei der besten Bands die 1. Kategorie verlassen müssten und diese somit an Attraktivität verlieren würde. Die Versammlung lehnte den Vorschlag ab. Der SBBV-Vorstand wird die Bands der 1. Kategorie und der Elite zu einem Runden Tisch einladen.

SBBW im Zeichen der Schweizer Musikliteratur

Der SBBV beteiligt sich am Projekt «2023 – Jahr der Schweizer Blasmusikliteratur» des Schweizer Blasmusikverbands (SBV). In diesem Zusammenhang werden am SBBW 2023 nur Werke von Schweizer Komponisten gespielt. Dazu hat der SBBV einen Kompositionswettbewerb durchgeführt, der Schweizer Komponistinnen und Komponisten vorbehalten war. Bei einem weiteren Wettbewerb des SBV nahm der SBBV zudem als Bewertungspartner teil (mehr dazu auf den Seiten 12 und 47).

So spielen am SBBW 2023 die Bands der 4., 3., 2. und 1. Kategorie «Résilience: le jour d’après» von Adrian Perera (unveröffentlicht), «Focus» von Fritz Voegelin (geänderte Version), «SINFONIETTA No. 1» von Marc Jeanbourquin (unveröffentlicht) und «Sinfonietta Nr. 3» von Etienne Crausaz. Die Bands der Elite werden «Blue Horizon» von Bertrand Moren und diejenige der Höchstklasse «Hypercube» von Oliver Waespi interpretieren.

Porträt von Jocelyne Moren
Jocelyne Moren wurde offiziell in den Vorstand des SBBV gewählt.

Schliesslich wurde Jocelyne Moren nach vierjähriger Tätigkeit als Schweizer Delegierte im Mai 2022 in den Vorstand der European Brass Band Association (EBBA) gewählt. Der Vorstand des SBBV beschloss, sie somit auch offiziell im Gremium aufzunehmen, was die Versammlung mit einem Applaus bestätigte.

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