Uraufführung von Century Variations

Oliver Waespi auf der Bühne umringt von den Musikanten der Stadtmusikkapelle Wilten
Im Auftrag der Stadtmusikkapelle Wilten und

Featured image: zVg

Das neue Stück «Century Variations» für sinfonisches Blasorchester aus der Feder des Schweizer Komponisten Oliver Waespi erlebte am 12. April 2025 am Jubiläumskonzert der Stadtmusikkapelle Wilten im Congress Innsbruck (AT) unter der Leitung von Raimund Walder seine Premiere.

Das Werk entstand im Auftrag der Stadtmusikkapelle Wilten zu ihrem 375-Jahr-Jubiläum und zum 100-Jahr-Jubiläum des Tiroler Blasmusikverbands.

Eine musikalische Geschichte über Abschied und Rückkehr

«Century Variations» ist eine freie Fantasie über Heinrich Isaacs berühmtes Lied «Innsbruck ich muss dich lassen». Zu Beginn hat die Musik des neuen Stücks einen feierlichen Charakter, als Erinnerung daran, dass zwei hohe Jubiläen Anlass für die Neukomposition gaben. Bald aber entwickeln sich lebhaftere Motive und eine pulsierende Rhythmik, die den raschen Teil prägen. Nach einer Überleitung folgt ein längeres, in sich gekehrtes Adagio, in dem zunächst einzelne Soloinstrumente Motive aus Isaacs Lied weiterspinnen. Nun entfaltet sich im ganzen Orchester ein leuchtender Klangstrom.

Nachdem sich die Musik gänzlich beruhigt hat, tauchen wieder die früheren, rhythmischen Motive auf, nun zunächst verteilt auf Percussion und Bläser. Die Musik steigert sich sodann zu einem energischen Tutti, bevor Isaacs Lied verdichtet in Form eines breiten Chorals erscheint. So umschreibt das Stück ansatzweise eine musikalische Geschichte von Abschied und Rückkehr. Eine rasche Coda bringt das Werk ans Ende.

Vielfältige Konzertprogramme

In ihrem umjubelten Jubiläumskonzert präsentierte die Stadtmusikkapelle Wilten darüber hinaus ein reichhaltiges Repertoire, das von Werken von Alfred Reed und Leonard Bernstein über Swingklassiker bis zum «Boléro» von Maurice Ravel reichte. Letzteres setzte die Enrique Gasa Valga Limonada Dance Company auch tänzerisch um.

Die Stadtmusikkapelle Wilten hatte in der Vergangenheit regelmässig mit innovativen Programmkonzepten und Kompositionsaufträgen auf sich aufmerksam gemacht. Unter anderem hoben die Wiltener etwa Werke von Philip Sparke, Jan van der Roost, Thomas Doss oder Hermann Pallhuber aus der Taufe.

Porträt Oliver Waespi Foto: Ian Clowes
Der bekannte Schweizer Komponist Oliver Waespi beehrt mit «Century Variations» gleich zwei Jubiläen.

Das Stück «Century Variations» von Oliver Waespi wird nun auch als Pflichtstück am Tiroler Landeswertungsspiel im Oktober 2025 wiederum in Innsbruck zu hören sein. Es hat den Schwierigkeitsgrad 4 und ist bei Beriato Music Editions erschienen.

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