Veteranenspiel Kanton Solothurn: konzertanter Herbst

Veteranenspiel Kanton Solothurn auf der BRAWO2024-Bühne
Das Veteranenspiel Kanton Solothurn bei seinem ersten internationalen Auftritt an der BRAWO-Messe in Stuttgart.

Featured image: Roger Stöckli, rs-film.ch

Anderthalb Wochen bevor das Veteranenspiel Kanton Solothurn als eines der fünf Schweizer Orchester an der grössten Blasorchester-Messe Deutschlands auftrat, der BRAWO in Stuttgart, beglückte es das heimische Publikum. Die 75-köpfige Harmonie-Grossformation gab im Mühlemattsaal Trimbach ihre beiden traditionellen Auftritte «Konzert-um-3» und «Galakonzert».

Unter der Leitung von Robert Grob (Obergösgen) überzeugten die Musikantinnen und Musikanten durch ihre Vielseitigkeit und zeigten grosse Freude, zweimal vor einem musikbegeisterten Publikum aufzutreten zu können.

Robert Grob beim Dirigieren Foto: Roger Stöckli, rs-film.ch
Robert Grob, musikalischer Leiter

Optisch und musikalisch überzeugend

Bewusst waren diesmal keine auswärtigen Sololisten beigezogen worden. Stattdessen bereiteten sich die Musikantinnen und Musikanten mit Registerproben und unter professioneller Führung gezielt auf ihre Darbietungen vor. Mit Erfolg, wie Grob erzählt: «Die Musikantinnen und Musikanten im Veteranenspiel waren bereit, sich weiterzuentwickeln, und investierten in neue Erfahrungen. Das hat ihre Begeisterungsfähigkeit und ihr Selbstbewusstsein gestärkt.»

Überzeugen konnte das Veteranenspiel bei seinen Auftritten in Trimbach nicht nur musikalisch, sondern auch rein optisch. Erstmals traten die Musikantinnen und Musikanten in einer neuen Bekleidung auf, die dank vielen Spendern in Windeseile angeschafft werden konnte.

Gruppenbild des Veteranenspiels Kanton Solothurn im neuen Outfit
Das Veteranenspiel Kanton Solothurn im neuen Outfit vor seinem «Konzert-um-3» in Trimbach.

Überzeugende Sänger und Solisten

Mit dem erfrischend vorgetragenen deutschen Traditionsmarsch «Fredericus Rex» und dem von Christoph Walter instrumentierten Abendlied «Lueget, vo Berg und Tal» erlebten die Zuhörenden gleich einen tollen Auftakt.

Musikanten und Sänger Sepp Röösli und Hans Rindlisbacher Foto: Roger Stöckli, rs-film.ch
Die beiden Musikanten und Sänger Sepp Röösli und Hans Rindlisbacher

Sepp Röösli und Hans Rindlisbacher sind nicht nur wertvolle Stützen im Veteranenspiel, sie zeichnen sich auch als ausgezeichnete Sänger aus: Sie überzeugten in den beiden Polkas «Böhmische Liebe» und «Geniess dein Leben», zusammen mit den beiden Euphonisten Franz Meier und Roland Zeltner.

Peter Dietiker und Rene Koch schliesslich spielten mit ihren Klarinetten als Solisten im bekannten «Hirtenlied» der Original Oberkrainer auf, das Arno Müller speziell für das Veteranenspiel arrangiert hat.

Peter Dietiker und Rene Koch beim Klarinetten-Solo Foto: Roger Stöckli, rs-film.ch
Die beiden Klarinettisten Peter Dietiker und Rene Koch

Den Höhepunkt im ersten Konzertteil bildete «Autumn leaves» (Herbstlaub), ein Werk von Joseph Kosma, von Alfred Reed instrumentalisiert, das die Gefühle der Menschen im vom Krieg verwüsteten Europa ausdrückt. In diesem sehr emotionalen Stück, das von vielen populären Sängern, Big Bands, Orchestern und Unterhaltungsmusikern interpretiert wurde, kamen das Potential und die gut ausgebaute Harmonie des Veteranenspiels eindrücklich zur Geltung.

Ein grosses Register Posaunisten spielte das fetzige Solo «Lassus Trombone» von Henry Fillmor. Nach ihnen wetteiferten acht Saxophonisten mit einem Medley der bekanntesten Melodien von Glenn Miller ebenso erfolgreich um die Gunst des Publikums.

Posaunenregister beim Solieren Foto: Roger Stöckli, rs-film.ch
Das Posaunenregister brillierte beim Stück «Lassus Trombone»

Lobende Worte von allen Seiten

Dem Präsidenten des Veteranenspiels, Hans Niederhauser (Lostorf), war es vorbehalten, seinen Dank an den Dirigenten Robert Grob, an die Sponsoren und alle Helfenden auszusprechen. Auch Ursula Walti von Radio Eviva, die kompetent und mit viel Humor durch das Programm führte, erhielt ein Dankeschön und einen Blumenstrauss.

Anerkennende Worte an den Dirigenten und an das ganze Veteranenspiel gabs von Ruedi Berger, dem Präsidenten des Solothurner Blasmusikverbandes. Bruder Josef Bründler schliesslich, selbst Ehrenmitglied und mit dem Veteranenspiel eng verbunden, sagte ein paar Worte zur neuen Bekleidung. Traditionell mit dem Solothurner Marsch von Stephan Jaeggi endeten die beiden Konzerte im Trimbacher Mühlemattsaal.

Das Publikum war sich einig, dass das Veteranenspiel Kanton Solothurn motiviert und gut vorbereitet zu seinem ersten internationalen Auftritt nach Stuttgart fährt.

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