An der Schlussfeier des Eidgenössischen Musikfests (EMF) in Biel nahm das St. Galler Rheintal am Sonntagabend symbolisch den Staffelstab für das nächste EMF entgegen. Mit dabei: die «Young (R)evolution». Das Projektorchester vertrat das Rheintal und das EMF 2031 an der Schlussfeier.
Die Teilnahme der «Young (R)evolution» war dabei mehr als nur ein musikalischer Auftritt. Als vereinsübergreifende Formation steht sie für das, was das EMF 2031 im Rheintal ausmachen soll: Die enge Zusammenarbeit aller 18 Rheintaler Musikvereine.
Foto: Lena Kling, SGBVDie «Young (R)evolution» ist dabei ein Sinnbild für die Initiative der regionalen Blasmusikvereine, die gemeinsam die Austragung des Grossanlasses in fünf Jahren stemmen werden. Erwartet werden 2031 rund 500 Musikvereine mit über 20 000 aktiven Musikantinnen und Musikanten und mehreren zehntausend Gästen.
Die «Young (R)evolution» an der EMF-Schlussfeier in Biel
Gemeinsam mit vier Begleitpersonen reisten 47 Jugendliche und junge Erwachsene nach Biel. Zeit für grosse Vorbereitungen blieb vorab nicht. Ausgeschrieben wurde das Projekt erst Ende Januar aufgrund einer Anfrage vom OK des EMF Biel zur musikalischen Umrahmung der Schlussfeier.
Foto: Roger Stöckli
Foto: Roger Stöckli
Foto: Roger Stöckli
Foto: Roger StöckliDen ersten Probelauf ihrer musikalischen Darbietung hatten die «Young (R)evolution» dabei erst zwei Wochen zuvor. Trotz der knappen Zeit meisterten sie ihren Auftritt auf der grossen Hauptbühne bei der Esplanade in Biel mit Bravour. Bereits am Nachmittag gab es dabei für die Festbesucher auf der Parademusikstrecke Showeinlagen.
Foto: Roger StöckliPatrick Bichler, musikalischer Leiter der jungen Formation, zeigte sich begeistert: «Es ist immer wieder spannend, wie steil die Lernkurve ist, wenn motivierte Jugendliche zusammenkommen und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.» In Biel mit dabei waren Musikantinnen und Musikanten aus Altstätten, Au, Balgach, Berneck, Heerbrugg, Montlingen-Eichenwies, Oberriet, Rebstein, Rüthi und St. Gallen.
Offizielle Grüsse aus dem St. Galler Rheintal
Am Rande des Auftritts der «Young (R)evolution» an der Schlussfeier überbrachte Simon Büchel als Initiant und Projektleiter des EMF 2031 im Rheintal die offiziellen Grüsse aus der Ostschweiz. Er dankte dem gesamten Organisationskomitee des EMF in Biel unter der Leitung von Nadja Günthör für die enorme Arbeit und das ausserordentliche Engagement bei der aufwendigen Organisation des nationalen Grossanlasses.
Foto: Roger Stöckli
Foto: Roger Stöckli
Foto: Roger Stöckli
Foto: Roger Stöckli
Foto: Roger StöckliInnert kürzester Zeit wurde im Berner Seeland ein sehr stimmungsvolles, mit Begeisterung organisiertes Fest aus dem Boden gestampft. Gleichzeitig richtete Büchel den Blick nach vorne auf das kommende EMF. Er betonte, dass das nächste Fest bewusst anders sein wird. Die musikalischen Wettbewerbe sollen 2031 nicht an einem einzelnen Ort, sondern erstmals in seiner langen Geschichte regional übergreifend stattfinden und verschiedene Ortschaften einbinden.
Foto: Roger StöckliDas EMF soll dabei bewusst einen dörflich-ländlichen Charakter ausstrahlen – nahe bei den Menschen, verwurzelt in der Region und geprägt von Gastfreundschaft, Authentizität und der starken Vereinslandschaft des Rheintals. Natürlich ist aber auch im Rheintal ein grosses zentrales Festzentrum geplant, wo sich die Musikantinnen und Musikanten und die vielen Gäste aus dem ganzen Land treffen werden.
Die Organisation nimmt Fahrt auf
Simon Büchel betonte, dass bereits jetzt ein intensiver Austausch mit der OK-Spitze vom EMF 2026 in Biel besteht. Die wertvollen Erfahrungen werden in die Vorbereitungen fürs Fest im Jahr 2031 einfliessen. So richtig Fahrt aufnehmen wird die Organisation im Jahr 2028. Bis dann werden die Strukturen gebildet, der Trägerverein gegründet und der Schlussbericht von Biel im Detail studiert.
Der sympathische Auftritt der «Young (R)evolution» hat gezeigt, dass sich das St. Galler Rheintal sehr auf die grosse Aufgabe freut und gemeinsam mit der ganzen Blasmusikszene ein unvergessliches Fest auf die Beine stellen wird.
Foto: Lena Kling, SGBVEckdaten EMF 2031 Rheintal
- Wettbewerb: zwei Parademusikstrecken sowie voraussichtlich 13 Vortragslokale mit je zwei Einspiellokalen
- Teilnehmende: 500 Vereine mit über 20 000 aktiven Musikantinnen und Musikanten aus der ganzen Schweiz
- Besuchende: rund 70 000 bis 80 000 Personen
- Helferbedarf: rund 2000 bis 2500
- Gemeinschaftsprojekt aller 18 Rheintaler Blasmusikvereine
- dörflich und ländlich geprägter Festcharakter
- Festzentrum mit Themenbereichen zur Blasmusik sowie Kultur und Kulinarik der Region Rheintal und dem Vier-Länder-Eck (CH, AT, DE, FL)
- EMF Hop-on-Hop-off-Bus
- Foodmeilen, Begegnungszonen, Schankwagen, Bühnen, Workshops und Märkte