Mit dem Frühling steht auch ein neues Projekt des Jugendblasorchesters Zürich (JBOZ) der Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) vor der Tür. Es fordert nicht nur den Dirigenten Mario Bürki und die Musizierenden, sondern bringt sie auch aus dem gewohnten Umfeld heraus – diesmal ins norddeutsche Hamburg.
Der erste Teil des Programms besteht aus hiesigen Komponisten, schon verstorben oder noch quietschfidel, und zeigt die Vielfalt der Schweizer Blasmusikszene auf. «Der Magnetberg» von Mario Bürki nimmt die Zuhörenden mit in die Welt der Geschichten aus 1001 Nacht. «Eastbound» von Oliver Waespi reisst das Publikum mit schnellen Läufen und jazzigen Akkorden fast aus ihren Sitzen, und «Titanic» von Stephan Jaeggi erzählt die tragische Geschichte des «unsinkbaren» Schiffs.
Der zweite Teil findet ausschliesslich in der fiktiven Welt der Hobbits statt. Die erste Sinfonie des Komponisten Johan de Meij behandelt Themen und Motive aus Tolkiens «Herr der Ringe».
Zuerst harte Arbeit und dann das Vergnügen
Die Proben finden wie jedes Jahr am Florhof bei der MKZ statt, wobei zwischen Register- und Gesamtproben abgewechselt wird. So können in Kleingruppen die Glieder geformt und poliert und dann gemeinsam zu einer schönen Kette zusammengefügt werden. Das intensive Arbeiten an den Stücken, jeweils zwei bis drei pro Abend, ist natürlich jedes Mal mit einer Pause zum Lachen, Reden und frische Luft schnappen versehen.
Bestens vorbereitet trat das JBOZ Anfang April in der Tonhalle Zürich auf. Jede einzelne Übe-Sekunde hat sich gelohnt – das Konzert ist ein voller Erfolg und das Publikum zeigt dies auch mit einer «Standing Ovation».
In Hamburg unterwegs
Es ist Donnerstagabend, 10. April. Der Car fährt los, vollgepackt mit 60 motivierten Musikerinnen und Musikern. Nach einer zwölfstündigen Reise erreicht das JBOZ das Ziel, die Jugendherberge in Hamburg. Ausgiebig gefrühstückt schwirren alle aus, um die Stadt zu erkunden. Eine gemeinsame Bootstour durch den Hamburger Hafen bringt interessante Fakten und Anekdoten näher und der erste Tag in der Hansestadt endet mit einer Probe für das morgige Konzert.
Am Samstag bildet eine Führung durch die berühmte Elbphilharmonie das Highlight des Nachmittags. Die Elbphilharmonie verblüfft alle mit ihrem imposanten grossen Saal und der unvergleichbaren Akustik. Am Abend wird es ernst; die Musizierenden kleiden sich in schwarz und bereiten sich auf das anstehende Konzert in der Musikschule Hamburg vor.
Krönende Highlights zum Abschluss
Als Eröffnung spielt das JBOZ ein Stück zusammen mit dem Blasorchester Hamburg, um anschliessend ein verkürztes «Tonhalle-Konzert» zum Besten zu geben. Das gelungene Konzert wird mit einem Pizzaessen gefeiert und der letzte Abend vor der Heimreise wird mit Plaudern, Lachen und Zusammensein verbracht. Kaum geht die Sonne auf, fährt der Car auch schon ab, diesmal zurück in die Schweiz.
Mit ein bisschen Wehmut, aber auch mit vielen Erinnerungen verabschieden sich die Mitglieder des JBOZ 2025 und gehen erst einmal etwas Schlaf nachholen.
Jugendblasorchester Zürich JBOZ
Das Jugendblasorchester Zürich (JBOZ) ist ein Projektorchester der
Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) in Zusammenarbeit mit den Partnervereinen Jugendmusik Zürich 11 (JMZ11) und StadtJugendMusik Zürich (SJMUZ). Das JBOZ ist offen für alle interessierten und blasmusikbegeisterten jungen Menschen von 15 bis 25 Jahren.
Jeden Frühling erarbeiten die jungen Musikerinnen und Musiker unter der Leitung des renommierten Schweizer Dirigenten und Komponisten Mario Bürki ein hochstehendes Konzertrepertoire, das im Rahmen eines Gala-Konzertes in der Zürcher Tonhalle aufgeführt wird.